Montag, 16. März 2009

das wandern ist des herr und frau muellers lust

hola amigos

habt ihr gewusst, dass bei einer ganzkoerpermassage wirklich der ganze koerper gemeint ist? aber dazu spaeter. ich hab naemlich noch geile surferstories auf lager.


also: nachdem kusi jetzt auch flipfloptraeger war, besassen wir die besten moeglichkeiten, um in die geilste surferclique von huanchaco aufgenommen zu werden. eines abends fand im nachbardorf, das den delicioesen namen las delicias trug, ein nachtsurf wettbewerb statt. und da wollten wir natuerlich dabei sein. wir erhielten den heissen tip, dass von huanchaco um halb acht ein gratisbus faehrt, der uebrigens von geilen surfern organisiert wurde und den man nur in flipflops betreten durfte, was fuer uns ja jetzt kein problem mehr war, zumal ich sogar highheels flipflops besass und so sogar noch besser aussah. zudem hiess es, man solle frueh genug am abfahrtsort sein, der irgendwo am strand war, weil man nicht wusste wie gross der bus war und wie viele leute einsteigen wollen. also waren herr und frau schweizer schon kurz nach sieben am strand. von surfern und bussen keine spur und vom beschriebenen abfahrtsort auch nicht. darum war dann auch um halb acht weit und breit kein bus zu sehen. wir hingegen sahen um diese zeit ein paar "unserer" surferkollegen, die uns natuerlich nicht kannten, wir sie aber, da sie flipflops trugen und breite schultern hatten, so wie kusi ja jetzt auch. wir schlossen uns denen heimlich an, da die offensichtlich wussten, von wo der bus abfahrt. um viertel vor acht waren wir also am richtigen treffpunkt und die surferkollegen "wussten", dass der bus um acht abfahren soll. um acht uhr waren wir dann prompt eine kleine gruppe, die sich aus den eben erwaehnten surferkollegen und den coolen jungs von huanchaco zusammensetze und wir, ja wir waren mittendrin statt nur dabei. "unsere" surferkollegen wurden ungeduldig was den bus betraf und nahmen sich ein taxi. so standen kusi und ich zwischen ein paar coolen jungs, die sich wie kichernde maedchen verhielten. was der grund war, erfuhren wir spaeter. um halb neun haben sich die ersten gefragt, ob es ueberhaupt einen bus gibt und wer den organisiert hat. nach einigen kontrollanrufen bei leuten, die angeblich wussten, das und wann der bus kommt, mussten unsere kichernden maedchen erst mal eins kiffen, was natuerlich zu noch groesserem gekicher fuehrte und dazu, dass an jeder ecke ein bus gesehen wurde. kusi und ich waren natuerlich vollkommen integriert in der gruppe, weil wir ja genauso lustig sein koennen, wenn wir wollen. und endlich um viertel vor neun kam der bus, obwohl einige dachten, er kaeme um neun. und was fuer ein bus. ein grosser touristenbus, der weit besser war, als einige busse mit denen kusi und ich schon erfahrung gemacht hatten. also rein in den bus und die party ging los. bier saufen, kiffen, rauchen und vor allem kichern. nach etwa zwanzig minuten waren wir da. es herrschte eine ganz eigene stimmung. draussen auf dem meer surfer, die in der dunkelheit fast nichts sahen, am strand viel volk und jede menge bier. fuer zwei soles brachte dir ein kellner im frack auf einem tablett ein kuehles blondes direkt an den strand. wir haben uns koestlich amuesiert mit unseren maedchen. irgendwann hiess es ueber lautsprecher, dass dann ein gratisbus zurueck nach huanchaco fahren wuerde. wann und wo? wer weiss das schon so genau. schlussendlich lief es darauf aus, dass wir uns ein taxi teilten, da unsere maedchen so breit waren, dass sie nicht auf den bus warten wollten, der eventuell schon weg war. soviel zu unserem trip.

szenenwechsel

langsam ziehen duestere wolken auf, es donnert aus weiter ferne, die sonne hat sich rar gemacht, doch die umliegenden huegel, die das kleine dorf sanft umwiegen, erstrahlen immer noch im saftigem gruen. es beginnt langsam zu tropfen, der strom faellt aus. das farbige gezwitscher der voegel wird vom aufkommenden gewitter verwirrt. eine schleichende kaelte bahnt sich den weg zwischen bananenbaeumen und haengematten hindurch... ach ja, wir sind nun in ecuador. also genauer in vilcabamba, einem kleinen dorf mit 4000 einwohnern. hier haben wir einen kleinen ruhepol gefunden, ohne kichernde maedchen. und genau hier haben wir uns eine ganzkoerpermassage gegoennt. und die meinen denn auch den ganzen koerper. angefangen mit dem hinteren rueckenteil, sprich nacken, schultern, runter bis zum steisbein. dann ein bein und dann das andere inklusive der fuesse. nicht zu vergessen die arme und die haende natuerlich. und dann hiess es umdrehen und das selbe noch auf dem ruecken liegend. entspannend, sehr entspannend. und das alles mit reichlich mandeloel verziert. und wenn ich sage reichlich, dann meine ich wirklich reichlich. angekommen am hals, wanderte die gute masseuse mit ihren oeligen fingern ueber mein gesicht, dass ich vorher doch noch gerade sehr gruendlich gewaschen haben, nur damit sie mir nacher mit denselben oeligen fingern die ohren fuellen konnte. und damit nicht genug, einmal kurz die finger ins oel getaucht, massiert sie mir damit den kopf. den kopf!!!!dabei habe ich doch am morgen noch meine haare gewaschen und sogar eine pflegespuehlung benutzt. aber es dient ja der entspannung. und so habe ich mich nur kuenstlich aufgeregt.

hier in vilcabamba laesst es sich sehr schoen wandern, verspricht zumindest der volksmund, obwohl der hier eigentlich nicht wandert, sondern arbeitet und das an seiner absolut geilen hacienda. wir haben natuerlich eine wanderkarte erhalten, auf der verschiedene routen eingezeichnet sind. also haben wir uns die leichtesten herausgesucht und uns zwischen straeuchern, matsch, spinnweben und spinnen und blindschleichen verloren. denn wo ein wanderweg, da nicht zwangslaeufig ein wegweiser. doch immerhin koennen wir unsere vermatschten fuessen bei einer fussreflexmassage wieder putzen lassen.

ihr seht, es geht uns ausserordentlich gut. wir haben nur leider gemerkt, dass uns nur noch zweieinhalb monate bleiben, um ecuador und mexiko zu bewundern. und das macht uns ein wenig stutzig. sind wir denn schon lange weg? und kommen wir schon bald zurueck?


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