Samstag, 28. März 2009

zueri west...

wer kann sich erinnern?
" i wot schlafe, i wot staerbe mit dier, woti alt u fett und gluecklich waerde! tschutschu tschutschu...." es kommt mir vor, als ob dieses lied nur fuer uns geschrieben wurde.
nein, es stellt nicht unser eheversprechen dar, davon sind wir, oder zumindest ein teil von uns, weit entfernt. nein, dieses lied beschreibt unseren lebensstil in baños de agua santa.
nehmen wir die oben zitierte textzeile doch mal auseinander.
"i wot schlafe, i wot staerbe mit dier"
ein klassisches eheversprechen auf berndeutsch. auf dieses eheversprechen wartet, noch sehnlicher als ich, unsere spanischlehrerin. wir haben hier in baños ein wenig unsere hirnzellen verwirrt und uns aufgerafft und aufgekusit, unsere spanischkenntnisse zu erweitern. unsere lehrerin, verheiratet mit einem hollaender und mutter von drei kindern, war bestuerzt von der tatsache, dass wir schon acht jahre zusammen sind und noch nicht verheiratet. darum sah sie ihre aufgabe darin, kusi zu beschwoeren. doch im selben atemzug erklaerte sie mir, dass sich nach der hochzeit alles aendert und man keinen ehemann bekommt, sondern ein kind, um das man sich sorgen muss, auch wenn dieses "kind" vorher ein mann war. als sie uns den imperativ beibrachte, nutzte sie die gelegenheit, kusi einen heiratsantrag auf spanisch formulieren zu lassen. (kusi, wie geit das scho wider? "casate conmigo") bitte hundertmal wiederholen.
ihr seht, das thema heirat ist im moment vor allem auf spanisch keine gute idee. aber wir lieben uns trotzdem.
"mit dir woti alt u fett u gluecklich waerde"
wir werden alt. und man erinnere sich an die vorherige liedpassage "i wot schlafe". soll heissen, wir werden alt, gehen vor mitternacht ins bett und stehen sehr spaet auf. da wir erst um 14.00 Uhr in die schule muessen. wir werden alt, weil wir lieber in der kathedrale mit den walt disney tuermen eine kerze anzuenden, als uns in den diversen pubs zu betrinken. wir werden alt, weil wir jeden abend ins thermalbad gehen, um unseren alten knochen etwas gutes zu tun. und wir werden alt, weil wir bequem werden.
in baños gibt es eine route, vorbei an wunderschoenen wasserfaellen und atemberaubender aussicht auf den rio verde. diese route ist einfach zu befahren mit dem fahrrad. und in baños vermieten sie guenstig gute fahrraeder. doch kusi-opi und raffi-omi nehmen sich kein fahrrad, sondern einen fahrbaren untersatz, der selbst faehrt. einen buggy. kennt ihr die vierraedrigen kleinen autoechen, die von eisenstangen zusammengehalten werden und oft am strand herumkurven? mit so einem sind wir die wasserfallstrecke abgefahren. gut, kusi hat sich gefreut wie ein kind. (da haben wir uns dann doch wieder 10 jahre juenger gefuehlt). damit nicht genug. neben diesen buggys gibts auch noch die quads. auch so vierraederige toefflini, die etwas schneller sind als die doofen buggys. und mit denen haben wir uns natuerlich auch fortbewegt.
ihr seht, wenn wir nicht laufen mussten, dann sind wir gefahren. und das bringt uns zum naechsten punkt. "fett waerde" dadurch, dass wir uns nicht bewegen und das morgendliche nutellabrot, sind die gruende, warum wir hier wohl fett werden. ach ja, da ist ja noch das gute bier. bei uns im "altersheim" gibts einen kuehlschrank, der immer voller bier ist. fuer einen dollar bedient man sich und nimmt sich ein grosses bier.
hab ich euch zuviel versprochen? zueri west waren sicher auch schon hier in baños. zumindest haben wir sie hier gehoert. und zwar im swiss bistro, wo wir uns doch typisch schweizerisch heimwehisch eine roesti gegoennt haben, zu den klaengen von zueri west.
dass wir alt werden, merken wir auch daran, dass wir nicht mehr gut sehen. baños wird naemlich ueberwacht vom vulkan tungurahua. nur haben wir den noch gar nicht gesehen. egal auf welchen huegel wir GEFAHREN sind, dieser vulkan versteckt sich vor uns. dabei ist der immernoch aktiv. in baños selbst bieten sie jeden abend volcano erruption an. aha, dachten wir, da wird man doch sicher wolken, dampf, lava und gerumpel sehen und hoeren. denn das bedeutet doch erruption. weit gefehlt. klar, es war dunkel, aber da waren nicht mal konturen des vulkans zu sehen. vielleicht stimmt es ja doch, dass sich der vulkan nur den einheimischen zeigt und sich vor allen anderen alten und jungen leuten versteckt.
wie dem auch sei. wir brauchen keinen vulkan, denn unsere liebe brodelt genauso leidenschaftlich und versteckt sich wenigstens nicht. (das waere doch ein eheversprechen)
wir verabschieden uns dann mal mit dem hinweis, dass wir uns jetzt die galapagos inseln ansehen und danach nicht nur alt sind, sondern auch noch pleite.
hasta luego

Dienstag, 17. März 2009

wier kije mal aes paar foto druf

also meine lieben,
wir hocken im moment noch in vilcabamba und haben sehr viel zeit. darum kommt ihr in den genuss von ein paar fotos. sie sind nicht wirklich chronologisch, aber dennoch gut beschrieben, denn das habe ich gemacht. (raffi, ich selbst) wir wuenschen euch eine angenehme reise und hoffen, dass ihr mit fernweh zurueck in euren alltag kommt. (das isch jetzt aber scho bits gemein, raffi) also lasst uns traeumen von vergangenen welten...



erinnert ihr euch, das hoechste skigebiet der welt mit den roten und gruenen seen...

wer ist den das bloss? richtige antwort, ein pisco sour bei uns zuhause

auf dem weg zu den schwimmenden inseln von puno

lama oder alpaca, wer die antwort weiss, wird zu einem pisco sour eingeladen bei uns zuhause. der wartet da naemlich schon. (merci lena)



das ist uebrigens puno

und hier haben wir eine unsere unterkuenfte.

der colca cañon

das ist doch arequipa

ja, ja, mal enthalten die colaflaschen in bolivien 295ml, und mal 296ml.

nasca lines

das war im flugzeug, ja, vor dem kotzen

huacachina, sand und sand und noch mehr sand



da steht er einsam und verlassen und traut sich nicht ins wasser

das ist schon sehr lange her. baraccas inseln.

eines der vielen flirts von kusi auf diesen inseln.

da liegen sie, die faulen saecke

das ist uebrigens der candelaber

ja, ja wayna picchu. seht ihr die menschenschlangen, wie sie sich den berg hoch keuchen

machu picchu. dieses bild beschreibt uebrigens die menschenschlangen, die sich auf den wayna picchu stuerzen, um ihn dann zu beklettern. schoen doof. ach ja wir waren ja auch in dieser schlange.

wayna picchu

ach ja, raffi von hinten, einsam und verlassen den bahngleisen entlanglaufend, in der hoffnung, irgendwann in aguas calientes anzukommen. da gings mir echt verschissen.

dieses bild soll uebrigens einen eindruck erwecken, wie die raeuberische fahrt mit dem taxi ausgesehen hat. den bach da hinten haben wir ueberquert, einfach so. erinnerung, fahrt von ollanta nach santa maria oder theresa oder raffaela

kennt ihr das spiel, eins zwei oder drei, ob ihr richtig seid, erfaehrt ihr wenn das licht angeht.

ich und ruinen, also eigentlich in der ruine, also schon fast eine mumie...

schoene wolken, mysthische stimmung

ein hund auf dem ein affe sitzt? da laust mich ja der affe auf dem hund

das waere was fuer unseren von daeniken oder so, sieht besonders schoen aus, diente aber nur um getreide anzupflanzen. immerhin mit viel stil.

das wahrzeichen von cusco. also eigentlich ist das auf dem foto nicht zu sehen. denn es liegt unter dem rock, glauben wir jedenfalls.

schoene ruinen, aber noch lange nicht machu picchu



das war uebrigens unser haustier im frankenstein hostel in cusco.

auf dem ruecken der pferde liegt das glueck, solange das ross keine aepfel wirft.

mister indiana jones vor den heiligen gewaesser, die schon seit der inkazeit fliessen.

noch so eine ruine, uebrigens mit einem namen den ich weder schreiben noch aussprechen kann. aber immerhin bin ich auf dem foto.

cusco, stilvoll in szene gesetzt.

das sind uebrigens die geysire, also da stroemt heisse luft raus und kusi muss boess aufpassen, dass er nicht in den sog des dampfes hineingezogen wird.

da laechelt ein raffi durch einen stein.

bolivien

bolivien

Montag, 16. März 2009

das wandern ist des herr und frau muellers lust

hola amigos

habt ihr gewusst, dass bei einer ganzkoerpermassage wirklich der ganze koerper gemeint ist? aber dazu spaeter. ich hab naemlich noch geile surferstories auf lager.


also: nachdem kusi jetzt auch flipfloptraeger war, besassen wir die besten moeglichkeiten, um in die geilste surferclique von huanchaco aufgenommen zu werden. eines abends fand im nachbardorf, das den delicioesen namen las delicias trug, ein nachtsurf wettbewerb statt. und da wollten wir natuerlich dabei sein. wir erhielten den heissen tip, dass von huanchaco um halb acht ein gratisbus faehrt, der uebrigens von geilen surfern organisiert wurde und den man nur in flipflops betreten durfte, was fuer uns ja jetzt kein problem mehr war, zumal ich sogar highheels flipflops besass und so sogar noch besser aussah. zudem hiess es, man solle frueh genug am abfahrtsort sein, der irgendwo am strand war, weil man nicht wusste wie gross der bus war und wie viele leute einsteigen wollen. also waren herr und frau schweizer schon kurz nach sieben am strand. von surfern und bussen keine spur und vom beschriebenen abfahrtsort auch nicht. darum war dann auch um halb acht weit und breit kein bus zu sehen. wir hingegen sahen um diese zeit ein paar "unserer" surferkollegen, die uns natuerlich nicht kannten, wir sie aber, da sie flipflops trugen und breite schultern hatten, so wie kusi ja jetzt auch. wir schlossen uns denen heimlich an, da die offensichtlich wussten, von wo der bus abfahrt. um viertel vor acht waren wir also am richtigen treffpunkt und die surferkollegen "wussten", dass der bus um acht abfahren soll. um acht uhr waren wir dann prompt eine kleine gruppe, die sich aus den eben erwaehnten surferkollegen und den coolen jungs von huanchaco zusammensetze und wir, ja wir waren mittendrin statt nur dabei. "unsere" surferkollegen wurden ungeduldig was den bus betraf und nahmen sich ein taxi. so standen kusi und ich zwischen ein paar coolen jungs, die sich wie kichernde maedchen verhielten. was der grund war, erfuhren wir spaeter. um halb neun haben sich die ersten gefragt, ob es ueberhaupt einen bus gibt und wer den organisiert hat. nach einigen kontrollanrufen bei leuten, die angeblich wussten, das und wann der bus kommt, mussten unsere kichernden maedchen erst mal eins kiffen, was natuerlich zu noch groesserem gekicher fuehrte und dazu, dass an jeder ecke ein bus gesehen wurde. kusi und ich waren natuerlich vollkommen integriert in der gruppe, weil wir ja genauso lustig sein koennen, wenn wir wollen. und endlich um viertel vor neun kam der bus, obwohl einige dachten, er kaeme um neun. und was fuer ein bus. ein grosser touristenbus, der weit besser war, als einige busse mit denen kusi und ich schon erfahrung gemacht hatten. also rein in den bus und die party ging los. bier saufen, kiffen, rauchen und vor allem kichern. nach etwa zwanzig minuten waren wir da. es herrschte eine ganz eigene stimmung. draussen auf dem meer surfer, die in der dunkelheit fast nichts sahen, am strand viel volk und jede menge bier. fuer zwei soles brachte dir ein kellner im frack auf einem tablett ein kuehles blondes direkt an den strand. wir haben uns koestlich amuesiert mit unseren maedchen. irgendwann hiess es ueber lautsprecher, dass dann ein gratisbus zurueck nach huanchaco fahren wuerde. wann und wo? wer weiss das schon so genau. schlussendlich lief es darauf aus, dass wir uns ein taxi teilten, da unsere maedchen so breit waren, dass sie nicht auf den bus warten wollten, der eventuell schon weg war. soviel zu unserem trip.

szenenwechsel

langsam ziehen duestere wolken auf, es donnert aus weiter ferne, die sonne hat sich rar gemacht, doch die umliegenden huegel, die das kleine dorf sanft umwiegen, erstrahlen immer noch im saftigem gruen. es beginnt langsam zu tropfen, der strom faellt aus. das farbige gezwitscher der voegel wird vom aufkommenden gewitter verwirrt. eine schleichende kaelte bahnt sich den weg zwischen bananenbaeumen und haengematten hindurch... ach ja, wir sind nun in ecuador. also genauer in vilcabamba, einem kleinen dorf mit 4000 einwohnern. hier haben wir einen kleinen ruhepol gefunden, ohne kichernde maedchen. und genau hier haben wir uns eine ganzkoerpermassage gegoennt. und die meinen denn auch den ganzen koerper. angefangen mit dem hinteren rueckenteil, sprich nacken, schultern, runter bis zum steisbein. dann ein bein und dann das andere inklusive der fuesse. nicht zu vergessen die arme und die haende natuerlich. und dann hiess es umdrehen und das selbe noch auf dem ruecken liegend. entspannend, sehr entspannend. und das alles mit reichlich mandeloel verziert. und wenn ich sage reichlich, dann meine ich wirklich reichlich. angekommen am hals, wanderte die gute masseuse mit ihren oeligen fingern ueber mein gesicht, dass ich vorher doch noch gerade sehr gruendlich gewaschen haben, nur damit sie mir nacher mit denselben oeligen fingern die ohren fuellen konnte. und damit nicht genug, einmal kurz die finger ins oel getaucht, massiert sie mir damit den kopf. den kopf!!!!dabei habe ich doch am morgen noch meine haare gewaschen und sogar eine pflegespuehlung benutzt. aber es dient ja der entspannung. und so habe ich mich nur kuenstlich aufgeregt.

hier in vilcabamba laesst es sich sehr schoen wandern, verspricht zumindest der volksmund, obwohl der hier eigentlich nicht wandert, sondern arbeitet und das an seiner absolut geilen hacienda. wir haben natuerlich eine wanderkarte erhalten, auf der verschiedene routen eingezeichnet sind. also haben wir uns die leichtesten herausgesucht und uns zwischen straeuchern, matsch, spinnweben und spinnen und blindschleichen verloren. denn wo ein wanderweg, da nicht zwangslaeufig ein wegweiser. doch immerhin koennen wir unsere vermatschten fuessen bei einer fussreflexmassage wieder putzen lassen.

ihr seht, es geht uns ausserordentlich gut. wir haben nur leider gemerkt, dass uns nur noch zweieinhalb monate bleiben, um ecuador und mexiko zu bewundern. und das macht uns ein wenig stutzig. sind wir denn schon lange weg? und kommen wir schon bald zurueck?


Mittwoch, 4. März 2009

Ich bin ein star! holt mich hier raus!

na? wer von euch kennt sie denn diese so beliebte dschungelsendung auf rtl. wahrscheinlich niemand und doch alle. denn wer gibt schon zu, dass er gerne zusieht, wenn c-promis irgendwelche wuermer fressen.
wir waren auch im dschungel. genauer im amazonas, in der naehe von puerto maldonado, fuer alle, die es auf der karte nachschlagen wollen, weil sie unsere route genau verfolgen. also hier erstmals eine kurze zusammenfassung von unserem dschungeltrip und danach folgt ein meilenstein in der biographie von kusi (nein, er hat mir immer noch keinen heiratsantrag gemacht).
unsere letzte station war ja cusco, ihr erinnert euch an dieses gringoland. von dort gings mit dem flugzeug nach puerto maldonado. dass heisst, nach einem absoluten chaos, wie ich es noch nie auf einem flughafen erlebt habe. nachdem alle fluege gestrichen wurden, darf sich anscheinend ein chaos bilden. aber eben, wer mehr ueber die flugzeugstory erfahren will, mal nachfragen, wenn wir zurueck sind. von puerto maldonado gings zuerst zwei stunden mit dem boetli, also eigentlich mit einer ueberdachten nussschale, zu unserem jungle lodge. dort erwartet uns, mitten im amazonas ein kleines doerfchen mit kleinen bungalows, ohne fensterscheiben, dafuer mit moskitonetzen dran und natuerlich haengematten. begruesst wurden wir erstmal mit einem mittagessen, das tatsaechlich gut war. und dann gings in gummistiefeln und mit regenponcho zu unserer ersten expedition. zur erinnerung, wir haben hier im moment regenzeit, was einerseits gut ist, weil da nicht so viele leute sind, aber andererseits hats dafuer mehr schlamm und ueberschwemmte wege.
umgeben von einer duftwolke bestehend aus sonnencreme und anti brumm wateten wir also durch schlamm und schlammer und gelangten endlich zum ziel, zu ein paar affen. ahaaaa!! wir waren ja auch auf der isla de monos (mono =affe). lustig wars und spannend. habt ihr schon mal von einem spider monkey gehoehrt? sieht aus wie eine spinne (daher wohl der name, oder appa nit?) naja, erstes highlight. am abend gings schoen romantisch mit der nussschale dem sternenhimmel entgegen, der perfekte augenblick fuer einen heiratsantrag. aber naja, kein zweites highlight.
der zweite tag kostet uns einige nerven. wir waren ja in einer gruppe unterwegs. und in dieser gruppe gabs normale leute, angenehme, weil sie nichts sagten und sehr unangehme, weil sie zu viel sagten. diese zwei damen, die ich hier nennen will, waren aus paris. eine war "schoen, duenn und everybodys darling" die andere war die wirklich fette freundin. wir standen um fuenf in der frueh auf und kaempften uns durch wasser, schlamm und gebuesche. vorbei am kommunkationsbaum, den wir fest beschlugen und damit viel krach machten, geantwortet hat uns niemand und zu hilfe geeilt ist auch niemand. wie soll das bloss in einer notsituation helfen? aber egal, es gibt ja noch den anderen baum, eisen- oder metallbaum oder so, der so starkes holz besitzt, dass man unter seinem massiven stamm ein feuer machen kann, ohne dass er selbst gleich feuer faengt. da gabs noch einen dritten baum mit ameisen, die dich fressen, wenn du den baum anfasst, da dass schliesslich ihr baum ist und nicht deiner. lustig war auch die tarantel, die wir aus ihrem nest gelockt hatten, die uns nicht gefressen hat, da sie ja am tag eigentlich blind ist und uns so in ruhe gelassen hat. zwischendurch mussten wir in einer der vielen nussschalen, die ueberall herumlagen, einen kanal durchpaddeln und eigentlich haette es da viele schoene voegel gegeben, aber um die zu sehen, musste man still sein und die zwei pariserinnen konnten nicht still sein und hatten zu allem ueberfluss auch noch ein scheussliches stimmorgan mir einer scheusslichen tonlage. also keine voegel, dafuer ein paar nerven weniger. und es kam noch schlimmer. das naechste highlight war naemlich der vergessene see. und um zu diesem see zu gelangen, musste man ueber eine 700 meter lange bruecke, die aus zwei brettern bestand und stellenweise ueberflutet war. jetzt, das pariser darling hatte angst vor bruecken, genauer angst vor wasser und zog beim anblick der zwei bretter eine show ab, die es zu jeder oscar verleihung geschafft haette. erstaunlicherweise passierte sie die bretter dennoch, an vorderster front, in den armen unseres fuehrers und natuerlich langsam, sehr langsam und quatschte dabei mit der fetten pariserin, die 50 meter hinter ihr war. AAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHH!!!!!!
(raffi, ganz ruehig. ) der vergessene see, war dann vergessen schoen und erholsam, denn wir mussten schweigen und so erholten wir uns alle ein wenig vom pariser flair der akzentuierung der tonlage in unpassenden situationen. nach 7.5 km laufen hatten wirs auch wieder ins camp geschaft.
gelernt haben wir im dschungel noch viel ueber pflanzen als heilmittel, wir sind fischen gegangen, ohne etwas zu fangen (also ich wollte schlicht nichts fangen, sonst haette ich es noch essen muessen), haben im amazonas gebadet, um euch allen spaeter zu sagen, dass wir denn im amazonas gebadet haben und wir haben uns noch ein paar voegel angesehen. alles in allem wars eine willkommene abwechslung zu den ganzen inka ruinen, die uns schon im traum verfolgten. dennoch, kann nicht einer mal die ganzen muecken und moskitos ausrotten? danke.
nun kommen wir zu dem teil, der euch erst mal neidisch werden laesst und dann lueften wir das geheimniss ueber den epochalen eingriff in kusis biographie.
wir sind im moment in huanchaco. das ist ein kleines fischerdoerfchen, das, obwohl hauptsaison, keine touristen hat, dafuer einen herrlichen strand, der ein absoluter heisser surfspot ist. in jedem restaurant, pub oder jeder beiz sitzt bobby marley und singt no woman no cry usw. es ist also genau das richtige, um unsere mueckenstiche zu pflegen und dabei noch ein wenig surfen zu lernen. so geniessen wir ein paar tage am strand, essen die beste pizza in ganz peru, verzagen nicht ueber toiletten, die mit faekalien bis oben hin gefuellt sind, weil das wasser wieder mal abgestellt wurde und holen uns ein paar sonnenbraendchen. es geht uns also sehr gut.
und jetzt schauen wir mal was kusi so einschneidends erlebt hat. unser kusi hat sich flipflops gekauft. obwohl dieser mister immer behauptet hat "es ist pervers etwas zwischen den zehen zu haben". jetzt ist er stolzer traeger von ein paar heissen havaianas, uebrigens fuer knapp 10 franken gekauft. mit erhobenem kopf schlurft er jetzt in den coolen surferkreisen umher und laesst sich sein baeuchlein braeunen. (ich steh uebrigens auf jungs in flipflops. aber pssst. nicht kusi sagen)
in diesem sinne wuensche ich, was jeder einzelne von euch sich wuenscht, solle es in erfuellung gehen.