hola amigos
wir habens getan. wir haben uns den "heiligen berg" perus angsehen, ohne den eine peru -reise nicht eine vollstaendige peru-reise waere. alle, die schon mal da waren, werden jetzt also in ihre eigene vergangenheit mitgenommen und alle, die noch nie da waren, koennen selbst entscheiden, was sie von diesem picchu halten wollen.
vorweg einmal unser reise nach aguas calientes. dieses verschlafene und nur von touristen belebte doerfchen ist die ausgangsstation fuer machu picchu. erreichbar ist dieses aguas calientes nur mit dem zug, sprich mit tren peru. und tren peru ist ein richtiger saftladen. dort gibt es zuege nur fuer touristen und zuege nur fuer einheimische. und die fuer touristen sind natuerlich fuenfmal so teuer, wie die fuer einheimische. einmal aguas calientes und zurueck kostet 96$. aha, haben wir uns gedacht, das geht schon mal gar nicht. also haben wir eine alternative gesucht und gefunden. in zwei tagen sind wir ueber ollanta, santa maria und santa theresa nach aguas calientes gereist. das heisst, am ersten tag sind wir mit dem bus nach ollanta gefahren fuer umgerechnet 7 $. in ollanta gibts naemlich auch eine wunderschoene inkaruine. und die haben wir uns in den spaeten abendstunden angesehen, ohne touristen, denn die waren alle schon wieder weg (hehehehe). am zweiten tag wollten wir den naechsten bus nach santa maria nehmen. doch wie das so ist in peru, es funktioniert nicht immer alles so , wie es sein soll und so kam der bus einfach nicht. wir haben auf unserer ersten teilstrecke drei amis kennengelernt und so schlossen wir uns zusammen zum unternehmen "wie kommen wir am besten nach santa theresa". auf dem marktplatz von ollanta wollten uns verschiedene taxifahrer zu verschiedenen preisen mitnehmen. wir stritten um jeden cent und jeden kilometer. schlussendlich fuhren wir fuer 14$ pro person nach santa theresa und diese fahrt wurde zum reinsten abenteuer oder desaster, wie ich es nennen wuerde. es begann friedlich auf einer schoen geteerten strasse einen pass hinauf. wir passierten ein schild mit dem hinweis "hier beginnt die nebelzone" und direkt dort begann sie auch. gesehen hat man nichts mehr und irgendwie wissen die taxifahrer in peru nicht, wo man im auto das licht einschaltet. kurz nachdem wir die passhoehe erreicht hatten und es wieder abwaerts ging, hoerte auch schon die schoen geteerte strasse auf und wir fuhren auf einem landweg mit rasanter geschwindigkeit den berg hinunter. immerwieder ueberquerten wir kleine fluesse, die sich ihren eigenen weg vom pass hinunter suchten. langsam verliessen wir auch die nebelzone und fanden uns in tropischen gefilden wieder. was nicht heisst, dass die strasse besser wurde. als wir endlich den berg hinter uns hatten, vor lauter schlagloecher machten wir uns schon sorgen um unseren wagen, erreichten wir endlich santa maria. doch eine erleichterung war das nicht, denn es ging noch weiter nach santa theresa und diese strasse war noch schlimmer. links von uns gings den berg hinunter, schlagloecher wechselten sich mit wasserloecher ab und immer wieder fanden wir uns im schlamm wieder. die strasse war gerade breit genug fuer ein auto. wie unser taxi dort noch ueberholt hat, fragen wir uns heute noch. an einer stelle war die strasse von einer schlammlawine verschuettet und wir dachten schon, jetzt gehts nicht mehr weiter, denn in unserem taxi drehten nicht nur die raeder durch. also hiess es alle aussteigen und steine auf den schlamm werfen, damit das taxi eine gewisse haftung hat, wenn es in vollem karacho ueber die schlammlawine kracht. geschafft. irgendwann, nach weiteren schlagloechern und schlammstellen erreichten wir endlich santa theresa. doch wir wollten ja nach aguas calientes. jetzt kam der sportliche teil, denn von santa theresa kann man dem bahngleis entlang laufen und erreicht in zweieinhalb stunden aguas calientes. easy, das schaffen wir auch noch, zumal es nur immer geradeaus ging. doch, meine lieben, es hat geregnet und nach zwanzig minuten war ich nass und nass und nass. irgendwie haben wir es geschafft. endlich in diesem doofen aguas calientes und endlich in einem doofen hotel, das noch nicht ganz fertig gebaut war und so feucht war, dass unsere kleider selbst nach zwei tagen noch nicht trocken waren. naja, dachten wir, der machu picchu wird uns schon fuer alles entschaedigen.
am naechsten morgen gings um halb sechs mit dem ersten bus auf machu picchu und wir waren natuerlich nicht die einzigen. schon um fuenf uhr bildetet sich eine lange schlange mit hibbeligen und halb verschlafen touris in sandalen und bergschuhen. wir gehoerten zur gruppe halbverschlafen in bergschuhen. also nichts wie rauf auf den picchu. endlich oben angekommen, stellten wir uns der naechsten herausforderung. wer die bilder von machu picchu kennt, kennt auch den berg, der auf jeden foto zu sehen ist. (wer die bilder nicht kennt, soll gefaelligst im internet nachschauen, denn ich schreibe mir nicht die finger wund fuer diejenigen von euch, die sich nichts darunter vorstellen koennen). also auf diesen berg lassen sie pro tag nur 400 leute, der berg heisst uebrigens wayna picchu. darum stressten zuerst einmal alle durch die wunderbaren und noch absolut ohne von touristen belagerten ruinen, um sich am eingang zum wayna picchu ein ticket zu holen, damit sie in sandalen oder bergschuhen den berg hinauf krakseln koennen. wir, dass muss ich zugeben, haben uns auch in diese schlange eingereiht. und wir waren nummer 273 und 274. juhuuuiiiii. wir haben uns fuer zehn uhr angemeldet. (kopfschuetteln erlaubt, wer meldet sich freiwillig an um einen berg hoch zu laufen). wohlgemerkt, jetzt war es erst knapp halb sieben in der frueh. also begannen wir unseren eigenen rundgang durch die sagenumwobenen ruinen von machu picchu. und ich muss sagen, es ist schon eindruecklich. dort oben erlebt man eine eigene welt und eine kleine suesse und vor allem gut erhaltene inkastadt. (hoffentlich gut erhalten, der eintritt kostet schliesslich auch 40$) wir versuchten so gut es geht, den vielen touristengruppen auszuweichen und erlebten so unseren eigenen machu picchu. natuerlich schossen wir ein paar hundert postkarten fotos.
um zehn uhr gings dann endlich auf den wayna picchu. ich kann euch sagen, wer in den bergen oder zumindest in der naehe von bergen aufgewachsen ist und jeden sommer die wanderschuhe anziehen "durfte", der hoert gar nicht mehr auf mit kopfschuetteln. in 45-60min soll man auf dem wayna picchu sein. es ist ein schmaler weg, mit engen steintreppen oder sowas das aussieht wie eine steintreppe und es herrscht reger verkehr. denn als wir rauf wollten, wollten natuerlich viele runter. man sah alles, japaner, die fuenf minuten den berg rauf rannten, um dann zwanzig minuten zu rasten, bevor es wieder fuenf minuten zu rennen gab, wohlgeformte (also eigentlich ziemlich dicke) menschen, die etwas breiter als der schmale pfad waren und an denen man natuerlich nicht vorbei kam, selbst wenn sie wie ein haeuffchen elend nach luft schnappten, sissis und machos, die noch nie im leben bergschuhe gesehen haben und mit converse schuhen den berg hinunter rutschen und dann sah man noch uns, gut konditioniert mit guten wanderschuhen ausgestattet, in einem angenehmen tempo den berg hinauf wandern. oben angekommen, wars den ganzen stress schon wert, vor allem weil wir uns noch wie indiana jones vorkamen, als wir uns durch eine kleine hoehle voller wasser zwaengten im bewusstsein, dass die wohlgeformten menschen da nicht durchpassen.
alles in allem wars ein schoener tag und wir haben gesehen, was man in peru sehen muss. den tag kroenten wir mit einem bad in aguas calientes. also in warmen quellen in aguas calientes.
der rueckweg gestaltete sich so wie der hinweg, laufen und durch schlagloecher fahren. zum glueck gibts in cusco an jeder ecke eine dame, die dich massieren will, denn wir wurden im bus so durchgeschuettelt, dass wir glatt als martini geschuettelt und nicht geruehrt durchgehen konnten. apropos martini, den trinkt man hier am besten nicht. fuer weitere infos kusi fragen.
immerhin hatten wir so unseren eigenen incatrail und die tren peru hat keinen cent von uns gesehen. so geht das.
fuers erste haben wir genug von steinen und ruinen und vor allem von touristen. darum gehts jetzt mal zu den moskitos in den urwald.
hat mich gefreut, bis bald.