sali zaemu,
ich weiss es ist schon laenger her, seit wir geschrieben haben, aber wie so vieles, hat das seine gruende. dieser blog steht im zeichen der extremis. also viel spass...
stehen geblieben sind wir letztes mal in nasca, wo ich von diesen komischen linien im sand
erzaehlt habe. wir haben sie also gesehen. diese sogenannten nasca-lines (was fuer ein berauschender name), unter spezialisten, wie wir jetzt sind, heissen sie auch geoglyphen von nasca. diese linien, flaechen und tierdarstellungen befinden sich in der pampa colorada und der pampa de jumana. also einfach in der pampe, wo weit und breit sonst nichts ist. in dieser pampe sind also zeichnungen zu sehen von einem affen (70m hoch), von einer spinne, von voegel und von walfischen, also ingesamt sind da im boden gezeichnet circa dreissig solcher figuren. was natuerlich geheimnisvoll und zu unzaehligen spekulationen fuehrt, bei deren diskussion auch eric von daeniken nicht fehlen darf. fuer alle, die mehr darueber wissen wollen, schaut doch mal bei google vorbei. kommen wir zum kern dieser nasca-geschichte. um diese linien genau betrachten zu koennen, geht man natuerlich am besten in die luft und das mit einem kleinen 6-plaetzer flugi. juhuiiii, das hab ich ja noch nie gemacht. (und so schnell werd ich das wohl auch nicht mehr machen). also wir starteten in diesem kleinen flugi und es fuehlte sich gut an. die kotztueten lagen zwar griffbereit, doch vor lauter aufregung
waren uns diese tueten ziemlich egal. zu diesem zeitpunkt auf jeden fall. das flugi flog also zu diesen linien und damit wir uns nicht aus dem fenster stuerzen, um diese figuren zu sehen, ist der liebe pilot die zeichen immer von beiden seiten angeflogen, damit auch jeder von uns aus seinem fenster alles sehen kann. es hat sich also angefuehlt wie auf einer flugi-achterbahn und nach 15minuten wars nicht mehr lustig und wie auf kommando griff die haelfte der insassen zu den kotztueten. nicht gekotzt hat die vorderste reihe (sprich, der pilot und der typ neben ihm), so wie kusis schwester lena. also nach adam riese kann sich jetzt jeder ausrechnen, wer gekotzt hat. und damit ist das kotzthema beendet (was sollen denn meine eltern denken, was ich fuer eine bin, so viel ueber kotze zu schreiben).
das war teil eins des blogs.
von nasca gings mit dem nachtbus nach arequipa auf 2353 meter hoehe. arequipa ist eine schoene weisse stadt. so schreibt unser fuehrer (nein, wir haben ihn noch nicht auf adolf getauft) arequipa heisse auch "ciudad blanca". und das vor allem darum, weil frueher nur weisse in der stadt wohnten. egal, so viel geschichte muss ich euch zutrauen. und fuer die geographen und geologen gibts auch noch ein paar infos. ueber arequipa ragt der vulkan misti in 5821 meter hoehe und die bergketten nevado chachani und nevado pichu pichu. hier in arequipa wars auch zum ersten mal nicht so wahnsinnig warm. um nicht zu sagen extrem nicht so warm.
den naechste abschnitt widme ich meiner mutter. bernadette, wir haben uns das kloster santa catalina angesehen. und ich habe mir die ganze zeit vorgestellt, wie wir zwei durch die gassen des klosters schlendern und vor staunen den mund nicht mehr schliessen. das kloster santa catalina ist eine eigene kleine stadt in der grossen stadt. 1579 begann der bau des klosters. bis zu 150 nonnen und 400 dienstmaedchen lebten dort abgeschieden von der aussenwelt und versorgten sich selbst. dreihundert jahre lang wurden die tore nur fuer neue nonnen geoeffnet. erst 1970 oeffneten die nonnen auf eigenen wunsch die tore der oeffentlichkeit. da lebten nur noch 17
nonnen im kloster. wir verbrachten einen halben tag in diesem kloster, schlenderten durch die kreuzgaenge und die kleinen gassen der charmanten klosterstadt. teile der stadt sind orangenrot gestrichen, die anderen toscanablau (wie auch immer das aussieht, aber so stell ich mir das vor). und ueberall waren blumen, sprich geranien und palmen und es gab einen schoenen springbrunnen und suesse kleine steinoefen in den gemaechern der nonnen und alles wurde durchflutet von der mittagssonne, die nicht nur unsere herzen erwaermte, sonder auch eine wunderschoene idylle in das kloster zauberte. so, das war jetzt einigen vielleicht etwas zu extem begeisternd. aber, dont forget, der abschnitt gehoert meiner mutter. (munzi an dieser stelle)
p.s. und falls ich mit 35 jahren immernoch nicht verheiratet bin, dann koennt ihr mich in diesem kloster besuchen kommen.
doch wer denkt, dass das jetzt alles extreme war, der muss ja nicht weiterlesen. denn jetzt wirds richtig extrem. ich sage nur eins cañon del colca. (kleine info am rand, die schlucht des colca canyon ist noch gewaltiger als die des gran canyon)
wir entschieden uns fuer ein zwei-tages-trekking. und jetzt leute, vergesst, was ihr ueber uns zu wissen geglaubt habt. denn jetzt lernt ihr uns von einer seite kennen, die selbst uns ueberrascht hat. hier unser trip:
1.Tag. Um 01.00 Uhr (also eigentlich dann, wenn ich in der schweiz erst von der arbeit zu hause bin) waren wir startklar. mit dem bus und unserem charmanten fuehrer (also nicht adolf, sonder ono unser guide) gings sechs stunden den berg rauf nach cabanaconde auf 3300 meter hoehe. dort gabs um etwa 07.20 Uhr fruehstueck. dann begann die wanderung. unser erstes ziel war san juan de chuccu auf der anderen seite des cañon. das bedeutet fuer uns erst mal runter auf 2260 meter, was einer laufzeit von vier stunden entspricht, wir aber in drei gemacht haben (hehehe). nach der ueberquerung des rio colca gings erst mal 30min rauf nach eben san juan chuccu. wir machten es in 30min (hehe.. oh naja, es war heiss). nach dem mittagessen wanderten wir gemaechlich auf 3300meter hoehe durch zwei doerfer, bis wir endlich gegen abend wieder auf 2260meter waren. dort in all dem geroell war eine kleine oase, die unser nachtlager sein sollte. die schlafzimmer bestanden aus bambus und schilff, schoen im kreis angeordnet und mit einem strohdach ueberdacht.
2.Tag. Um 03.00 Uhr waren wir startklar. Welcher teufel hat uns da geritten, dass wir dieses trekking machen wollten. denn vor uns lag ein mehrstuendiger marsch. und ihr koennt es euch ja ausrechnen, wir mussten wieder auf 3300meter hinauf. bewaffnet mit stirnlampe, trekkinschuhen und muskelkater vom vorderen tag machten wir uns auf den weg. als kleine entschaedigung sahen wir einen selten so gesehenen schoenen sternenhimmel, wo kein stern mehr platz gefunden haette. unser fueher (also adolf) gab eine laufzeit von 4-5 stunden an. wir machten es in drei stunden (hehehehe das war echt eine reife leistung). Immer das ziel vor augen und jeder schritt bringt uns weiter und der weg ist das ziel... bla bla bla. F****! wer hat sich das nur ausgedacht. nach drei stunden waren wir also oben und nach einer weiteren halben stunde, waren dort wo wir schon vor 24 stunden waren. in cabanaconde beim fruehstueck.
Fazit: wir sind extrem stolz auf uns. ono unser guide war ein super cooler typ. wir waren nur zu viert unterwegs, kusi, lena, ono und ich. ono erklaerte uns viel ueber die verschiedenen kulturen und pflanzen, wir assen fruechte von kakteen und begegneten vielen einheimischen, die nur in sandalen und mit sack und pack den cañon runter und gleich wieder rauf liefen. (wie machen die das bloss? muss wohl genetisch bedingt sein.) jeder schritt und jeder schweisstropfen hat sich gelohnt und als belohnung fuer unsere anstrengungen gabs am schluss vom zweiten tag einen ausflug zu den heissen quellen in chivay.
so jetzt seid ihr wieder auf dem neusten stand. wir sind dann von arequipa nach puno gefahren, wo wir uns den titicacasee ansehen. damit sich ein kindheitstraum von mir erfuellt. den der name titicaca hat mich immer so zum gelachen gebracht, als unsere familie in zermatt am wandern war und wir kinder jeden see einfach titicaca genannt haben, weil dieses wort in einer schuechternden art und weise vulgaer klingt.
wir bleiben dran. liebe gruesse. und fuer alle, die im winter ersaufen, hier in puno auf 3800meter ist es auch nicht extrem warm.
ich weiss es ist schon laenger her, seit wir geschrieben haben, aber wie so vieles, hat das seine gruende. dieser blog steht im zeichen der extremis. also viel spass...
stehen geblieben sind wir letztes mal in nasca, wo ich von diesen komischen linien im sand
das war teil eins des blogs.
von nasca gings mit dem nachtbus nach arequipa auf 2353 meter hoehe. arequipa ist eine schoene weisse stadt. so schreibt unser fuehrer (nein, wir haben ihn noch nicht auf adolf getauft) arequipa heisse auch "ciudad blanca". und das vor allem darum, weil frueher nur weisse in der stadt wohnten. egal, so viel geschichte muss ich euch zutrauen. und fuer die geographen und geologen gibts auch noch ein paar infos. ueber arequipa ragt der vulkan misti in 5821 meter hoehe und die bergketten nevado chachani und nevado pichu pichu. hier in arequipa wars auch zum ersten mal nicht so wahnsinnig warm. um nicht zu sagen extrem nicht so warm.
den naechste abschnitt widme ich meiner mutter. bernadette, wir haben uns das kloster santa catalina angesehen. und ich habe mir die ganze zeit vorgestellt, wie wir zwei durch die gassen des klosters schlendern und vor staunen den mund nicht mehr schliessen. das kloster santa catalina ist eine eigene kleine stadt in der grossen stadt. 1579 begann der bau des klosters. bis zu 150 nonnen und 400 dienstmaedchen lebten dort abgeschieden von der aussenwelt und versorgten sich selbst. dreihundert jahre lang wurden die tore nur fuer neue nonnen geoeffnet. erst 1970 oeffneten die nonnen auf eigenen wunsch die tore der oeffentlichkeit. da lebten nur noch 17
p.s. und falls ich mit 35 jahren immernoch nicht verheiratet bin, dann koennt ihr mich in diesem kloster besuchen kommen.
doch wer denkt, dass das jetzt alles extreme war, der muss ja nicht weiterlesen. denn jetzt wirds richtig extrem. ich sage nur eins cañon del colca. (kleine info am rand, die schlucht des colca canyon ist noch gewaltiger als die des gran canyon)
wir entschieden uns fuer ein zwei-tages-trekking. und jetzt leute, vergesst, was ihr ueber uns zu wissen geglaubt habt. denn jetzt lernt ihr uns von einer seite kennen, die selbst uns ueberrascht hat. hier unser trip:
1.Tag. Um 01.00 Uhr (also eigentlich dann, wenn ich in der schweiz erst von der arbeit zu hause bin) waren wir startklar. mit dem bus und unserem charmanten fuehrer (also nicht adolf, sonder ono unser guide) gings sechs stunden den berg rauf nach cabanaconde auf 3300 meter hoehe. dort gabs um etwa 07.20 Uhr fruehstueck. dann begann die wanderung. unser erstes ziel war san juan de chuccu auf der anderen seite des cañon. das bedeutet fuer uns erst mal runter auf 2260 meter, was einer laufzeit von vier stunden entspricht, wir aber in drei gemacht haben (hehehe). nach der ueberquerung des rio colca gings erst mal 30min rauf nach eben san juan chuccu. wir machten es in 30min (hehe.. oh naja, es war heiss). nach dem mittagessen wanderten wir gemaechlich auf 3300meter hoehe durch zwei doerfer, bis wir endlich gegen abend wieder auf 2260meter waren. dort in all dem geroell war eine kleine oase, die unser nachtlager sein sollte. die schlafzimmer bestanden aus bambus und schilff, schoen im kreis angeordnet und mit einem strohdach ueberdacht.
2.Tag. Um 03.00 Uhr waren wir startklar. Welcher teufel hat uns da geritten, dass wir dieses trekking machen wollten. denn vor uns lag ein mehrstuendiger marsch. und ihr koennt es euch ja ausrechnen, wir mussten wieder auf 3300meter hinauf. bewaffnet mit stirnlampe, trekkinschuhen und muskelkater vom vorderen tag machten wir uns auf den weg. als kleine entschaedigung sahen wir einen selten so gesehenen schoenen sternenhimmel, wo kein stern mehr platz gefunden haette. unser fueher (also adolf) gab eine laufzeit von 4-5 stunden an. wir machten es in drei stunden (hehehehe das war echt eine reife leistung). Immer das ziel vor augen und jeder schritt bringt uns weiter und der weg ist das ziel... bla bla bla. F****! wer hat sich das nur ausgedacht. nach drei stunden waren wir also oben und nach einer weiteren halben stunde, waren dort wo wir schon vor 24 stunden waren. in cabanaconde beim fruehstueck.
Fazit: wir sind extrem stolz auf uns. ono unser guide war ein super cooler typ. wir waren nur zu viert unterwegs, kusi, lena, ono und ich. ono erklaerte uns viel ueber die verschiedenen kulturen und pflanzen, wir assen fruechte von kakteen und begegneten vielen einheimischen, die nur in sandalen und mit sack und pack den cañon runter und gleich wieder rauf liefen. (wie machen die das bloss? muss wohl genetisch bedingt sein.) jeder schritt und jeder schweisstropfen hat sich gelohnt und als belohnung fuer unsere anstrengungen gabs am schluss vom zweiten tag einen ausflug zu den heissen quellen in chivay.
so jetzt seid ihr wieder auf dem neusten stand. wir sind dann von arequipa nach puno gefahren, wo wir uns den titicacasee ansehen. damit sich ein kindheitstraum von mir erfuellt. den der name titicaca hat mich immer so zum gelachen gebracht, als unsere familie in zermatt am wandern war und wir kinder jeden see einfach titicaca genannt haben, weil dieses wort in einer schuechternden art und weise vulgaer klingt.
wir bleiben dran. liebe gruesse. und fuer alle, die im winter ersaufen, hier in puno auf 3800meter ist es auch nicht extrem warm.

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