Freitag, 8. Mai 2009

farbenpracht und ungekuesst

jajajaja
unsere reise neigt sich langsam dem ende zu. informationen aus der schweiz werden wieder wichtiger fuer uns, der cupfinal, den wir uebrigens gewinnen, liegt an und langsam aber sicher nervt hier die swine flu. vielleicht ist es an der zeit, langsam nach hause zu kommen...

aber mach mal halt lang oder halt mal an mach mal halt oder wie geht das? hier nur kurz eingeschoben, ich beginne dinge zu vergessen. redewendungen, pin codes und vielfach weiss ich ueberhaupt nicht, wo wir gerade sind oder gerade waren. vielleicht hat mir kusi doch einen antrag gemacht und ich weiss es nicht mehr. da hat er wohl schwein gehabt. im uebrigen leidet meine sprache, beziehungsweise die farbe meiner sprache. sprach ich frueher oft in farbigen blumenketten, geschmueckt mit umherfliegenden schmetterlingsadjektiven, so bleibt mir heute nur noch zu sagen, ich kein schwein in mir. u du?

aber bleiben wir beim "mach mal halt lang". wir schreiben den achten mai (oder ist heute schon der neunte? aber mai ist bestimmt schon). das bedeutet, wir sind noch 22 tage in mexico unterwegs. darum schreib ich jetzt auch nicht uebers heimkommen.

nach dem in mexico alle ruinen geschlossen wurden, war es doch ziemlich langweilig fuer uns. darum haben wir das beste aus der situation gemacht und sind fuer eine woche in eine cabaña an den karibischen strand gezogen. das wasser schillerte in den verschiedensten toenen von tuerkis ueber himmelstblau zu einfach nur tieftropfend blau. der sand bildete den unschuldigen edlen kontrast zum farbenspiel der wellen. er war weiss. aber nicht einfach nur weiss, sondern er war zart besandet weiss und von hoechst angenehmer temperatur. palmen saeumten den strand, der geradezu von touristen gesaeubert zu sein schien und spendeten schatten und kokosnuesse. das kuehle blonde in unserer hand schimmerte goldstaub aehnlich und versehen mit einem blassgruenen limonenschnitz, trug es dazu bei, uns die ganze szenerie ertraeglich zu machen (hehehehehe).

nun sind die ruinen wieder fuer alle touris offen und so machten wir uns auf den weg nach palenque, um die absolut schoenste ruine von mexico zu besuchen. natuerlich waren wir begeistert. und den schweinen sei dank, gabs nur wenige touristen, die dasselbe wollten wie wir. das resultat kann sich sehen lassen. auf unseren fotos sind keine menschen zu sehen, sondern nur ruinen.
die ruinen von palenque bilden einen gewaltigen komplex von verschiedenen pyramiden und anderen steinhaeufchen, die mal so was wie haeuser waren. atemberaubend an dieser anlage ist jedoch ihre lage. sie liegt mitten im jungel. und das macht die ganze szenerie unglaublich mysthisch. wir gaben uns also dem ruinen flair hin und kamen aus dem staunen nicht mehr heraus. (ich hoffe unser mund schliesst sich wieder, bis wir zu hause sind)
ja und dann gibts da noch die aguas azul, wasserfaelle von unbeschreiblicher schoenheit und in einem wechselspiel von blau farbenden toenen, die sich auf den blass gelb-orangen steinen in eine ungewoehnlichen farbharmonie stuerzen. (was fuer ein satz)

nun sind wir in san cristobal de las casas. in unserm hostel ging gestern nicht nur die post ab, sonder auch das bier ging ab wie nichts. was will man sonst tun hier. alle bars und clubs sind geschlossen. san cristobal bildet farblich gesehen ein spektaktel fuer sich allein. es reiht sich haus an haus und jedes ist gestrichen in einer anderen farbe, was schlussendlich am schluss einer strasse dazu fuehrt, dass man das gefuehl hat. man spaziere durch einen regenbogen.

was das "ungekuesst" angeht, so koennt ihr euch schon mal darauf vorbereiten, dass bei uns nicht geheiratet wird, wenn wir nach hause kommen. die braut bleibt ungekuesst, ist aber dennoch bis ueber beide ohren in ihren kusi verliebt. und wenn ich einen ring tragen will, dann kauf ich mir selbst einen. punkt. uebrigens, habt ihr schon mal was von wilder ehe gehoert? das ist wieder ziemlich in.

hasta luego und bleibt gesund

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