kommen wir nun zum eigentlichen thema unseres blog. salar von uyuni. hier vorweg, wir machten eine dreitagestour in den salar, was soviel wie riesige salzpfanne heisst, oder poetischer ausgedrueck, weisses meer.
folgende beschreibung widme ich hector. hector war unser fahrer. hier die noetigsten daten.
alter; 36 jahre, taetig als fahrer seit 21 jahren (konnte der mit 15 also schon autofahren?) musicstil: etwas zwischen saturday night fever und bolivianischem bollywood, auto: der aelteste jeep ueberhaupt. beste eigenschaft: er ist der schnellste. und genau darum lieben wir ihn. wir waren eine truppe von sechs leuten. am ersten tag gings ueber einen eisenbahnfriedhof also zum salar. dieses weisse meer ist etwa 160km lang und 135km breit. ich habe in meinem leben so was noch nie gesehen. (dieser spruch erscheint spaeter nochmals) ueberall weiss und am horizont trifft sich dieses weiss mit dem glasklarem himmelblau. durch dieses endlose weiss konnte man lustige fotos machen. so wie dieses.
mitten in dieser salzwueste gabs dann noch so eine kleine insel, die voll von kakteen war (ich hoffe mal, dass wenn gott einmal auf die erde kommt, dass er nicht drauftritt, denn sonst aua). von da an gings in rasantem tempo nach san juan. man muss sich das so vorstellen. bis zu 20 verschiedene jeeps fahren taeglich diese tour. es hat also an jedem spot jede menge jeeps und noch mehr gringos. uebrigens alle natuerlich echt doof, im gegensatz zu uns. wir starteten also in etwa zur gleichen zeit wie alle anderen und wir hatten auch alle das selbe ziel. nur und jetzt schick ich zum ersten mal ein kuesschen in den himmel, auf das es hector erreichen moege, wir waren mehr als eine stunde vor allen anderen am ziel, sprich bei unserer ersten schlafstaette. wir fuhren rasant auf "strassen", die bei uns nicht mal als schlecht gewartet wanderwege durchgehen wuerden. in san juan erwartet uns ein kleines hostel, das komplett aus salz gebaut war. wir goennten uns ein bierchen oder zwei, spielten karten und fuehlten uns schon heimisch, als die anderen erst ankamen.
am zweiten tag gings morgens um acht uhr, uebrigens eine stunde spaeter als alle anderen, zu verschiedenen lagunen mit verschiedenen flamingos. unser zweites nachtlager erreichten wir natuerlich wieder ueber eine stunde frueher als alle anderen. die lagune colorado. diese liegt auf 4275 meter. adolf unser fueher beschreibt die lagune folgendermassen:" das wasser des ca. 60qkm grossen sees ist aufgrund kupferhaltigen mineralien roetlich gefaerbt, doch man sieht auch algengruen und weisse borax inseln. zusammen mit dem blau des himmels und dem gelbfarbenen andengras eine tolle farbpalette. eingerahmt von vulkanen und schneebedeckten berggipfeln eine einmalige szenerie." ich fuege hinzu: das blass leuchtente rosa der flamingos vervollstaendigte dieses atemberaubende bild, das mit worte nicht zu beschreiben ist, mich jedoch tief in meinem herzen immer begleiten wird. dank hector konnten wir dieses erlebnis fuer uns allein geniessen, da alle anderen doofen jeeps mit doofen gringos noch nicht da waren.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen